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Weißes Flusskreuzfahrtschiff namens Princess an einem Holzsteg an einem sonnigen Tag. Das Schiff ist von grünen Blättern eingerahmt mit See und bewaldeter Küste.

Mit der MS PRINCESS von Stralsund nach Berlin

Unsere Kollegin Sabine hat die MS PRINCESS auf ihrer Reise von Stralsund nach Berlin begleitet. Zwischen Ostseeluft, Oderlandschaft und der Einfahrt in die Hauptstadt erlebte sie eine Woche, in der ruhige Naturmomente, kleine Pausen unterwegs und das Leben an Bord gut zusammenpassten. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr die Radtouren durch weite Landschaften, die Überfahrt über das Stettiner Haff und die entspannte Atmosphäre auf dem Schiff.
Ankommen an Bord der MS PRINCESS

Da die Anreise nach Stralsund mit mehreren Umstiegen recht aufwendig gewesen wäre, bin ich bereits einen Tag früher angereist. Am nächsten Tag begann ab 16:00 Uhr die Einschiffung auf der MS PRINCESS. Wer vorher noch etwas Zeit hat, kann einen Spaziergang durch die Altstadt unternehmen, denn Stralsund hat mit seiner Geschichte und den vielen besonderen Gebäuden ihren eigenen Charme.

Nach der Begrüßung blieb genug Zeit, die Kabine zu beziehen und das Schiff kennenzulernen. Die frisch renovierte MS PRINCESS machte auf mich direkt einen guten Eindruck. Meine Kabine auf dem Hauptdeck war sauber, praktisch eingerichtet und bot ausreichend Stauraum. Auch die freundliche Crew, das zuverlässige Housekeeping und das abwechslungsreiche Essen sind mir positiv in Erinnerung geblieben.

Weiß-blaues Fahrgastschiff namens Princess am Kai im Hafen von Stralsund unter bewölktem Himmel.

Von Stralsund über Rügen nach Lauterbach

Am nächsten Morgen startete die erste Radtour. Von Stralsund ging es über den Rügendamm nach Gustow, weiter über Poseritz, Groß Schoritz, Garz und Putbus bis nach Lauterbach im Südosten Rügens. Besonders Putbus mit dem bekannten „Circus“ ist ein lohnenswerter Stopp auf dieser Etappe.

Die Radtouren auf dieser Reise sind individuell und ungeführt. Nach dem ersten Tag bin ich vor allem mit der GUIBO-App gefahren und kam damit gut zurecht. Für mich war das besonders praktisch, weil ich dadurch auf die zusätzliche Lenkertasche verzichten konnte. Die App war übersichtlich und ein hilfreicher Begleiter für die weiteren Etappen.

Am Abend trafen wir in Lauterbach wieder auf die MS PRINCESS, die uns anschließend weiter nach Usedom brachte.

Hafen in Lauterbach mit Holzstegen und vertäuten Segelbooten. Grüne Bäume säumen das Ufer unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Usedom, Ostseeluft und Zinnowitz

Auf Usedom hatten wir die Wahl zwischen zwei Radtouren. Wer wollte, konnte vormittags das Historisch-Technische Museum in Peenemünde besuchen oder einen Abstecher zur Usedom Destillerie in Mölchow einplanen. Bei schönem Wetter bot sich außerdem die Strecke über Trassenheide und Karlshagen an. Dabei gab es auch die Gelegenheit für ein Bad in der Ostsee.

Das Tagesziel war Zinnowitz, eines der bekannten Ostseebäder Usedoms. Zwischen Ostsee und Achterwasser gelegen und umgeben von Buchen, Eichen und Nadelwald, ist der Ort ein schöner Platz, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Mein Tipp: Für diese Etappe etwas Zeit am Strand einplanen. Die Kombination aus Radtour, Ostseeluft und einem kleinen Badestopp passt sehr gut zu diesem Tag.

Breiter Sandstrand in Zinnowitz mit weißen Strandkörben, entspannenden Menschen und blauer Ostsee unter bewölktem Himmel. Bewaldete Küste in der Ferne.

Erholungstag an Bord auf dem Stettiner Haff

Der vierte Tag war ein reiner Bordtag und bei unserem Wetter ein schöner Programmpunkt der Reise. Wir durchquerten das Stettiner Haff und konnten die Zeit auf dem Sonnendeck genießen. Vormittags gab es Freibier an Deck, anschließend ein BBQ mit Salaten, Suppe, Fleisch, Hühnchen, Würstchen, Brot und Eis als Dessert.

Die Stimmung an Bord war lebhaft und gelöst. Musikalisch wurde es zeitweise sehr ausgelassen, aber solche Momente bleiben am Ende oft besonders in Erinnerung. Am Nachmittag erreichten wir Stettin, die grüne Großstadt an der Odermündung.

Am Abend kam die Vimo-Band an Bord. Für mich war das einer der stimmungsvollsten Abende der Reise. Die Band trat in Schottenröcken auf, hatte einen Dudelsackspieler dabei und spielte nicht nur schottische Musik, sondern auch Pop- und Rocksongs. Es wurde viel getanzt, die Stimmung war sehr gut und am Ende waren viele fast ein bisschen traurig, als sich die Band verabschiedete.

Dudelsackspieler in traditionellem schottischen Kilt und Federmütze spielt drinnen mit Bandmitgliedern an Gitarre und anderen Instrumenten.

Von Stettin durch das Untere Odertal nach Schwedt

Nach der Schifffahrt von Stettin nach Mescherin stiegen wir wieder aufs Rad. Die heutige Etappe führte uns über den Oder-Neiße-Radweg durch das grenzüberschreitende Schutzgebiet des Unteren Odertals bis nach Schwedt.

Für mich zeigt diese Etappe gut, was diese Reise ausmacht: die Oderlandschaft, viel Natur, weite Ausblicke und ruhige Wege. Insgesamt stehen bei dieser Tour weniger große Städte im Vordergrund, sondern vor allem die Landschaften entlang von Oder und Havel. Genau darin liegt für mich der besondere Reiz dieser Route.

Unterwegs bot sich immer wieder die Gelegenheit für kleine Pausen. Besonders schön war ein Café an einem kleinen Naturhafen, das sehr idyllisch gelegen war. Solche Stopps machen die Radtage für mich besonders angenehm: kurz anhalten, etwas trinken, die Aussicht genießen und dann entspannt weiterfahren.

In Schwedt haben wir uns außerdem noch eine kleine Erfrischung gegönnt und sind im Naturbad baden gegangen. Nach der Radtour war das eine willkommene Abkühlung.

Grüne Wiese mit Baum und Sonnenschirmen neben einem Naturbad in Schwedt. Menschen entspannen auf der Wiese, Schwimmer im Wasser.

Schiffshebewerk Niederfinow und Finowkanal

Am sechsten Tag ging es zunächst mit dem Schiff von Schwedt nach Hohensaaten. Von dort führte die Radtour weiter Richtung Niederfinow. Das imposante Schiffshebewerk ist einen Stopp wert und kann besichtigt werden.

Anschließend radelten wir durch kleine Anhöhen, Lichtungen und Wälder weiter nach Eberswalde. Besonders schön war das letzte Stück auf dem Treidel-Fahrradweg am Finowkanal entlang. In Eberswalde befindet sich außerdem die älteste betriebsfähige Schleuse Deutschlands.

Auch an diesem Tag zeigte sich wieder: Die Route ist landschaftlich abwechslungsreich. Bei schlechtem Wetter könnten manche Abschnitte etwas schlammig werden, aber bei guten Bedingungen macht gerade diese Mischung aus Radwegen, Waldwegen und Feldwegen den Reiz der Tour aus.

Altes und neues Schiffshebewerk Niederfinow neben einem Kanal mit Schilf. Die historische Stahlkonstruktion steht links, der moderne Betonturm rechts.

Von Oranienburg hinein nach Berlin

Die letzte Radtour begann in Oranienburg. Sehenswert sind hier unter anderem das Barockschloss mit Park, Museum und Orangerie. Von Oranienburg aus ging es auf gut ausgebauten Fahrradwegen Richtung Süden durch das Ruppiner Seengebiet bis nach Berlin.

Dieser letzte Tag war ein passender Abschluss der Reise: erst noch einmal viel Grün und ruhige Wege, dann nach und nach das Eintauchen in das lebendige Berlin. Der Kontrast zwischen Natur und Großstadt hat mir gut gefallen.

Nach der Ankunft in Berlin blieb noch Zeit, die Reise an Bord ausklingen zu lassen, bevor am nächsten Morgen die Ausschiffung anstand.

Weiß-blaues Princess Flusskreuzfahrtschiff am Anleger in Berlin. Das Schiff spiegelt sich im ruhigen Wasser, grüne Bäume rahmen die Szene.

Mein Fazit

Für mich war es eine schöne und abwechslungsreiche Woche auf der MS PRINCESS. Das frisch renovierte Schiff machte einen guten Eindruck, die Kabinen waren sauber und praktisch eingerichtet, das Essen war abwechslungsreich und die Crew sorgte für eine angenehme Atmosphäre an Bord.

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Natur entlang der Strecke, die Überfahrt über das Stettiner Haff mit BBQ an Deck, der Abend mit der Vimo-Band, die Oderlandschaft rund um Schwedt und die insgesamt gute Stimmung an Bord. Kapitän, Hotelmanagement, Reiseleitung und Crew wirkten gut aufeinander abgestimmt.

Die Reise passt gut zu allen, die Radfahren und Schifffahrt entspannt miteinander verbinden möchten. Sie bietet viel Natur, unterschiedliche Etappen und den Komfort, nach jeder Radtour wieder an Bord zurückzukehren.

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