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Weißes Flusskreuzfahrtschiff Rigoletto an einem Holzsteg unter bewölktem Himmel. Ein Segelboot ist im Hintergrund auf ruhigem Wasser sichtbar.

Unterwegs zwischen IJsselmeer, Friesland und Texel

Eine Woche voller malerischer Hafenstädte, friesischer Weite und kleiner Genussmomente: Unsere Kolleginnen Valeria und Kerstin waren mit der MS RIGOLETTO in Nordholland und Friesland unterwegs. Dabei erkundeten sie die abwechslungsreiche Region zwischen IJsselmeer und Nordsee vom Fahrrad und vom Wasser aus.
Auf nach Enkhuizen

Am Samstagmorgen starteten wir entspannt mit dem Auto in Bremerhaven. Rund fünf Stunden später erreichten wir Enkhuizen, wo die MS RIGOLETTO bereits an ihrem zentral gelegenen Liegeplatz auf uns wartete. Einen Parkplatz fanden wir direkt hinter dem Bahnhof. Von dort waren es nur wenige Gehminuten zurück zum Schiff.

Nachdem wir unsere Kabinen bezogen hatten, blieb noch genügend Zeit für einen ersten Streifzug durch Enkhuizen. Mit seinen historischen Gebäuden, kleinen Gassen und dem Hafen vermittelte das niederländische Städtchen sofort echtes Urlaubsgefühl. Am späten Nachmittag wurden wir bei einem Begrüßungsgetränk offiziell an Bord willkommen geheißen und lernten die Crew sowie unsere Reiseleitung kennen. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen konnten wir uns in Ruhe auf die bevorstehende Woche einstimmen. Nun waren wir gespannt, welche Erlebnisse zwischen IJsselmeer, Friesland und Texel auf uns warteten.

Weißes Flusskreuzfahrtschiff Rigoletto am Holzsteg im Hafen von Enkhuizen. Das Schiff hat eine blaue Flagge und niederländische Farben am Bug.

Zwischen Zuiderzee und Gegenwind

Bevor unsere erste Radtour begann, stand für uns ein besonderer persönlicher Termin auf dem Programm. Marcel vom Zuiderzeemuseum holte uns direkt an der MS RIGOLETTO ab und zeigte uns mit viel Begeisterung das Freilichtmuseum sowie einige sehenswerte Ecken Enkhuizens. Dieser Termin gehörte zwar nicht zum regulären Reiseprogramm, ein individueller Besuch des Zuiderzeemuseums ist jedoch auch für Gäste ein schöner Tipp.

Nach einem gemeinsamen Kaffee stiegen wir auf unsere Fahrräder und machten uns auf den Weg nach Hoorn. Kräftiger Gegenwind sorgte gleich am ersten Tag für eine sportliche Herausforderung. Zeitweise begleitete uns unsere Reiseleiterin Regine durch die abwechslungsreiche Landschaft. In Hoorn angekommen, erkundeten wir noch ein wenig die historische Altstadt und ließen den ersten Radtag bei einem Kaffee in Hafennähe entspannt ausklingen.

Traditionelle niederländische Häuser mit roten Ziegeldächern im Zuiderzeemuseum in Enkhuizen. Kopfsteinpflasterweg zwischen bunten Gebäuden unter hohen Bäumen.

Friesland mit allen Sinnen

Nach einer etwas bewegten Überfahrt über das IJsselmeer erreichten wir Lemmer. Dort besuchten wir zunächst das Woudagemaal, das größte noch in Betrieb befindliche Dampfschöpfwerk der Welt. Anschließend starteten wir zu unserer Rundtour durch die weite friesische Landschaft. Unterwegs zeigte uns unsere Reiseleiterin Regine ihr Lieblingscafé in einer alten Scheune. An einem kleinen Schleusenhäuschen probierten wir außerdem die dortige Senfsuppe, die überraschend lecker schmeckte.

Am folgenden Tag radelten wir weiter nach Stavoren. Die Strecke führte durch grüne Felder und Wiesen und später direkt am Deich entlang. An einem Strandimbiss in Laaxum legten wir bei Kibbeling und Frikandel Spezial eine sonnige Pause am Wasser ein. Nach einem kurzen Fotostopp am Roode Klif erreichten wir Stavoren. Von dort brachte uns die MS RIGOLETTO weiter nach Harlingen.

Historisches rotes Backsteingebäude des Woudagemaal-Pumpwerks mit hohem Schornstein neben einem Kanal in Lemmer. Windturbine im Hintergrund.

Hafenstädte und friesische Weite

Von Harlingen aus starteten wir am nächsten Morgen zu einer Rundtour durch die friesische Landschaft. Auf ruhigen Wegen radelten wir vorbei an grünen Wiesen, kleinen Wasserläufen und typisch niederländischen Häusern. Dabei genossen wir immer wieder den weiten Blick über die flache Landschaft.

Unser Ziel war Franeker. Die kleine Stadt überraschte uns mit ihrer charmanten Altstadt, historischen Gebäuden und gemütlichen Gassen. Da wir an diesem Tag keinen Zeitdruck hatten, blieb genügend Gelegenheit, durch einige Geschäfte zu stöbern und die besondere Atmosphäre des Ortes auf uns wirken zu lassen.

Eigentlich sollte die MS RIGOLETTO am Nachmittag Kurs auf Texel nehmen. Aufgrund des starken Windes musste die Überfahrt jedoch verschoben werden. So blieb uns mehr Zeit für Harlingen. Zurück am Liegeplatz gönnten wir uns zunächst eine Portion Poffertjes und schlenderten anschließend noch einmal durch die Hafenstadt. Mit ihren Grachten, prächtigen Häusern und zahlreichen Cafés erwies sich Harlingen als ein schönes Ziel für diesen ungeplanten zusätzlichen Aufenthalt.

Gracht mit Seerosen in Franekers Altstadt, gesäumt von Bäumen und parkenden Autos. Rosa historisches Haus mit schwarzer Tür und weißen Fenstern steht neben der Gracht.

Ein Tag auf Texel

Am nächsten Morgen ließ der Wind die Überfahrt nach Texel endlich zu. Gegen 10 Uhr erreichte die MS RIGOLETTO den Hafen von Oudeschild. Sobald die Fahrräder an Land waren, starteten wir zu unserer Rundtour über die größte niederländische Nordseeinsel.

Unsere Route führte zunächst quer über die Insel bis zu den Dünen und weiter durch duftende Kiefernwälder. Die gut ausgebauten Radwege und die abwechslungsreiche Landschaft machten diese Etappe zu einer der schönsten Touren der Woche. Natürlich durfte auch eine ausgiebige Pause am Nordseestrand nicht fehlen.

Anschließend besuchten wir den Küstenort De Koog und radelten weiter zum Denkmal „Der träumende Rapa Nui“. Über ruhige Wege und durch das grüne Inselinnere erreichten wir schließlich Den Burg. Nach einem Bummel durch die kleine Innenstadt genossen wir im Café „De Kastanjeboom“ noch einen italienischen Kaffee in der Sonne. Den Abend ließen wir entspannt an Bord ausklingen, denn die MS RIGOLETTO blieb über Nacht auf Texel.

Kreidetafel mit 'Welkom bij Paal 17 aan zee' und Stranddekorationen, neben roten Fahrrädern auf sandigen Dünen mit Gras unter bewölktem Himmel.

Von Medemblik zurück nach Enkhuizen

Bei ruhiger See verließen wir Texel und erreichten am Vormittag Medemblik. Nach einem kurzen Bummel durch die hübsche Hafenstadt blieb noch Zeit, die maritime Atmosphäre und die historischen Gebäude rund um den Hafen zu genießen.

Anschließend starteten wir zu unserer letzten Radtour nach Enkhuizen. Bei strahlendem Sonnenschein führte die Strecke über weite Teile direkt am Wasser entlang. Da wir dabei mehrere Naturschutzgebiete durchquerten, konnten wir zahlreiche Kormorane und andere Wasservögel beobachten. Die ruhigen Wege, der Blick auf das Wasser und das sommerliche Wetter machten diese Etappe zu einem besonders schönen Abschluss unserer Radwoche.

Am Abend stießen wir bei einem Abschiedsgetränk an Bord noch einmal gemeinsam auf die vielen Erlebnisse der vergangenen Tage an.

Traditionelle niederländische Mühle De Herder neben einem historischen Treppengiebel-Haus in Medemblik unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Unser Fazit

Nach einer abwechslungsreichen Woche kehrten wir mit vielen schönen Eindrücken nach Enkhuizen zurück. Besonders in Erinnerung bleiben uns die weiten Landschaften Frieslands, die traumhaften Radwege auf Texel und die kleinen Hafenstädte mit ihren Grachten und historischen Gebäuden. Auch die kulinarischen Zwischenstopps mit Senfsuppe, Kibbeling und Poffertjes machten den besonderen Charme der Reise aus.

Die Kombination aus täglichen Radtouren und entspannten Schifffahrten ist ideal, um Nordholland und Friesland aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig zeigte uns die Woche, dass bei einer Reise über das IJsselmeer und die Nordseeinsel Texel manchmal etwas Flexibilität gefragt ist. Wind und Wetter können den Ablauf beeinflussen, sorgen aber auch für ungeplante Erlebnisse und neue Eindrücke.

Wer abwechslungsreiche Radwege, maritime Städte und die Nähe zum Wasser liebt, findet auf dieser Reise beste Voraussetzungen für eine erlebnisreiche Auszeit.

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